Das Internationale Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum veranstaltet am Freitag, den 10. November 2017 im Hotel Hilton in Innsbruck die 21. IGA-Tagung. Thema: "Brauchen wir noch Genossenschaften?"  mehr

Wie entstand IGA?

"Was würden Sie tun, wenn Sie eine Million hätten?" wurde der Kölner Bankier Pferdmenges, enger Berater und Freund Adenauers, von einer Illustrierten gefragt. Antwort: "Ich würde mich einschränken!"

Das Genossenschaftswesen im Alpenraum kann auf eine über 100-jährige erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken.

Ausgehend von kleinen Selbsthilfeorganisationen im ländlichen Bereich entwickelten sich die Genossenschaften sukzessive zu bedeutenden Arbeitgebern in den verschiedensten Wirtschaftszweigen.

Das sich ständig ändernde Umfeld zwingt die Genossenschaften jedoch immer wieder zu einem Überdenken ihrer ursprünglichen Idee. Die Ausrichtung auf das neue Jahrtausend in einem gemeinsamen Europa bedarf einer eingehenden Betrachtung jener Faktoren, die das gesamte Genossenschaftswesen in Zukunft beeinflussen werden.

Zu diesem Zweck wurde im Herbst 1995 in Zusammenarbeit mit der Raiffeisen-Landesbank Tirol, dem Tiroler und dem Südtiroler Raiffeisenverband sowie der Universität Innsbruck der Verein "Internationales Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum" gegründet. Mit Oktober 2015 zählt der Verein 80 Mitglieder, darunter 47 juristische Personen und 33 Privatmitglieder.

    Was will IGA?

    • Systematische Aufarbeitung der Erfolgs- und Mißerfolgsfaktoren bei Genossenschaften in der Vergangenheit
    • Erstellung von Gutachten, Durchführung von Pilotprojekten
    • Erfassung und Diskussion der geänderten Grundlagen und Rahmenbedingungen für die einzelnen Genossenschaften
    • Versuch einer Neuorientierung
    • Möglichkeit zur Besichtigung genossenschaftlicher Einrichtungen in Tirol, Österreich, Südtirol, dem Trentino und in Bayern.
    • Organisation eines Erfahrungsaustausches (auch für einzelne Genossenschaften) mit Genossenschaften in Tirol, Österreich, Südtirol, im Trentino und in Bayern.
    • Möglichkeit der Diskussion und Abklärung von genossenschaftsrelevanten Fragen sowie von konkreten, für das einzelne Unternehmen als Genossenschaft bedeutenden Fragestellungen auch im Rahmen von Veranstaltungen, die teilweise auch mit der Universität Innsbruck gemeinsam abgehalten werden können
    • Darstellung von Problemstellungen sowie Erarbeitung von Lösungsansätzen für Fragestellungen, die aus Sicht eines Unternehmers als Genossenschaft oder auch unter Berücksichtigung der besonderen Umstände der einzelnen Genossenschaften für diese von Bedeutung sind, im Rahmen von Seminar- und Diplomarbeiten, die unter anderem an Studenten der Universität Innsbruck vergeben werden können

    Was gilt es zu tun?

    Da es für ein derart komplexes Thema erforderlich ist, das Wissen, die Mitarbeit und die Erfahrungen vieler Bereiche - selbstverständlich auch über die Grenzen hinausgehend - heranzuziehen, wird der Verein neben Praktikern auch wissenschaftliche Einrichtungen (Universitäten, Fachinstitute etc.) in Anspruch nehmen und all jene, die die Themenstellung unmittelbar betreffen, zur Mitarbeit einladen.

    Wir glauben, daß es an der Zeit ist, gemeinsam für die Weiterentwicklung der Genossenschaftsidee einen Beitrag zu leisten. Der Verein bietet daher allen Interessierten die Möglichkeit, an der Schaffung eines zeitgemäßen, zukunftsorientierten und weiterhin erfolgreichen Genossenschaftswesens mitzuwirken.

    Um die im Rahmen dieses Vereines vorgegebenen Aufgabenstellungen verwirklichen zu können, ist es erforderlich, eine Fachbibliothek zu errichten, Studienarbeiten zu genossenschaftsrelevanten Themen zu vergeben und Veranstaltungen (Referate, Diskussionsabende etc.) abzuhalten. Die dazu nötigen finanziellen Mittel sollen über jährliche Mitgliedsbeiträge, Seminarbeiträge usw. aufgebracht werden.

    Wir sind der Überzeugung, daß Ihre Mitgliedschaft einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Selbstverständnisses von Genossenschaften und zur Möglichkeit einer Neuorientierung in der heutigen Zeit leisten kann.

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