Das Internationale Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum veranstaltet am Freitag, den 10. November 2017 im Hotel Hilton in Innsbruck die 21. IGA-Tagung. Thema: "Brauchen wir noch Genossenschaften?"  mehr

12. Genossenschaftstagung am 16. November 2007 in Meran - Südtirol

Oben v.l.n.r.: David Zwilling, Dr. Georg Lun, Univ. Prof. DDr. Waldemar Jud, Dir. Rag. Konrad Palla,RAin Regina Wenninger, Ök.-Rat Peter Hechenberger
Mitte v.l.n.R.: David Zwilling, Dr. Georg Lun, Univ. Prof. DDr. Waldemar Jud
Unten: Dir. Rag. Konrad Palla (l), Dir. Mag. Arnulf Perkounigg

Die 12. Tagung des Internationalen Forschungsinstituts für das Genossenschaftswesen im Alpenraum fand im Jahr 2007 in Südtirol im „Pavillon des Fleurs“ im Kurhaus Meran statt und hatte das Generalthema „Genossenschaften – der Wirtschaftsmotor im ländlichen Raum“ zum In-halt. Namhafte Vortragende hinterfragten die Bedeutung der Genossenschaften für die Regi-on, in der sie vornehmlich wirken, und zeigten auf, dass sie ein wichtiger Faktor sind.

David Zwilling, bekannt als Schiabfahrtsweltmeister 1974, ließ mit seinem Konzept „Wunsch – ist – Ziel: Strategie zur erfolgreichen Region“ aufhorchen, mit dem die regio-nale Wirtschat nachhaltig gefördert werden soll. Aus einer Kombination von Unternehmen, Privatenpersonen, Touristen und regionaler Institutionen sollen durch die intensive Zusam-menarbeit jeweils 3 ausgesuchter Regionen starke Impulse ausgehen, die allen Beteiligten Nutzen stiften, wobei eigens dafür gegründete Regionsgenossenschaften einen festen Platz in diesem Konzept einnehmen.

Dr. Georg Lun vom Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer in Bozen unterstrich mit seinen Ausführungen über „Wertschöpfungsbeitrag von Genossenschaften in den Re-gionen“ die enorme wirtschaftliche Bedeutung der Genossenschaften für das eigene Einzugs-gebiet. Wenn die Anteile an der gesamten Wertschöpfung in Bayern, Südtirol und Tirol auch unterschiedlich sind, kann auf ihren Beitrag nicht verzichtet werden, wobei auch die soziale Bedeutung in den einzelnen Regionen nicht außer Acht gelassen werden darf.

Bei aller Bedeutung der Genossenschaften für ihre eigenen Einzugsgebiete darf nicht überse-hen werden, dass sie ihre Stärke nicht zuletzt aus dem bestehenden Netzwerk untereinander schöpfen, was allerding aus der Sicht der Wettbewerbsregelungen in der Praxis zu nicht uner-heblichen Problemen führen kann. Univ.Prof. DDr. Waldemar Jud hat sich in seinem Bei-trag „Das genossenschaftliche Neztwerk im Wettbewerb“ mit diesem schwierigen The-menkomplex ausführlich auseinandergesetzt und nicht nur ein beruhigendes Bild auf die der-zeitige Rechtssituation geworfen.

In der darauf folgenden Diskussion, die unter der Moderation von Dir. Rag. Konrad Palla, Direktor des Raiffeisenverbandes Südtirol, stattfand, wurden noch weitere Gesichtspunkte beleuchtet und Ausführungen der Impulsreferate vertieft. Alles in Allem konnten die Teil-nehmer dieser Veranstaltung ihre Heimfahrt mit der Genugtuung antreten, dass Genossen-schaften weit über ihren ursprünglichen Gründungsauftrag hinaus in den einzelnen Regionen tätig und so tief verwurzelt sind, dass sie aus dem Wirtschaftsleben genauso wenig wie aus dem sozialen und gesellschaftlichen Umfeld wegzudenken sind.

Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen des IGA besonders bei den Referenten der Ta-gung für Ihre Bereitschaft bedanken, ihre Vorträge durch die Drucklegung dieses Bandes 13 der Genossenschaftlichen Schriftenreihe der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Dir. Mag. Arnulf Perkounigg

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