Das Internationale Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum veranstaltet am Freitag, den 10. November 2017 im Hotel Hilton in Innsbruck die 21. IGA-Tagung. Thema: "Brauchen wir noch Genossenschaften?"  mehr

2002: "Auf die Idee kommt es an - Genossenschaften sind felxibel"

Bei der im Oktober 2002 erstmals in Bayern, im Bildungshaus des Bayerischen Genossenschaftsverbandes in Grainau, abgehaltenen Herbsttagung wurden zwei Themenbereiche mit anschließender Podiums- und Publikumsdiskussion ausführlich behandelt. Aus Anlass des im Entwurf vorliegenden Konsultationspapieres über Genossenschaften im „Unternehmen Europa“ sowie dem Verordnungsentwurf des Statuts einer Europäischen Genossenschaft standen zunächst die Zukunftsperspektiven der Genossenschaft aus Brüsseler Sicht am Programm. Frau Florence Kusters von der Europäischen Kommission stellte den derzeitigen Diskussionsstand in der Europäischen Union ausführlich dar und gab damit genügend Stoff für eine tiefgreifende Diskussion, in der am Podium von den Herren Willibald Folz (Bayerische Landeshypothekenbank), Hans Hofinger (Österreichischer Genossenschaftsverband), Anton Kosta (Raiffeisenkasse Bruneck) und Wolfgang Salomo (Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband) noch einige Wünsche in Richtung Brüssel laut wurden.
Der zweite Themenbereich widmete sich unter dem Titel „Genossenschaften – Stiefkinder im Bildungswesen?“ dem Stellenwert der Genossenschaften im öffentlichen Bildungsbereich. Sowohl Arnulf Zöller vom Bayerischen Kultusministerium wie auch Werner Stuflesser, Präsident der Europäischen Akademie in Bozen referierten über die ernüchternde Erkenntnis, dass Genossenschaften in den Lehrplänen des öffentlichen Bildungswesens mit wenigen Ausnahmen fast überhaupt nicht aufscheinen. Dies führte zu einer umfassenden Diskussion mit folgenden Herren am Podium: Martin Landmesser (Genossenschaftsverband Bayern), Konrad Palla (Raiffeisenverband Südtirol), Stefan Prantauer (Amt der Tiroler Landesregierung) und Clemens Steindl (Österreichischer Genossenschaftsverband). Der Vertreter der Autonomen Region Trentino-Südtirol, Gerd Leitner, Trient - zeigte in einem Beitrag auf, dass in Trient schon seit längerer Zeit verschiedenste Maßnahmen im öffentlichen Bildungsbereich sehr erfolgreich eingeleitet wurden, die zu einer wesentlich stärkeren Verankerung des Genossenschaftswesen in der Allgemeinbildung geführt haben.

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