Das Internationale Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum veranstaltet am Freitag, den 10. November 2017 im Hotel Hilton in Innsbruck die 21. IGA-Tagung. Thema: "Brauchen wir noch Genossenschaften?"  mehr

1999: "Outsourcing - Lösungsansätze für Strukturfragen?"

Traditionsgemäß fand im November 1999 die jährliche Genossenschaftstagung des "Internationalen Instituts für Genossenschaftsforschung im Alpenraum" (IGA) statt und befaßte sich mit dem Generalthema "Outsourcing - Lösungsansätze für Strukturfragen?". Die Wortschöpfung "Outsourcing" in seiner Bedeutung als "Outside - Resource - Using" ist ein Schlagwort, das sich in letzter Zeit immer häufiger in Abhandlungen und Diskussionen - welche sich mit der erfolgreichen Bewältigung des wachsenden Wettbewerbsdrucks auseinandersetzen - wiederfindet. Durch den Drang zur erhöhten Konzentration auf die eigene Stärke und damit auf die Kernkompetenz des eigenen Unternehmens wird immer häufiger hinterfragt, ob durch Auslagerungen von Teiltätigkeiten an Dritte nicht kostengünstigere Voraussetzungen geschaffen werden könnten. Wurden früher bestenfalls Randbereiche, wie beispielsweise Reparaturen, Teile des Rechnungswesens oder Einbringungsmaßnahmen an Dritte übertragen, werden heute bereits ganze Teilbereiche wie Logistik, Informatik, Controlling oder auch der Vertrieb bzw. Einkauf an Dritte ausgelagert. Nach Berichten eines Outsourcing Institutes (vgl. New Business 2/98) haben amerikanische Unternehmen bereits im Jahr 1996 mehr als 100 Mrd. US-Dollar für Fremdleistungen ausgegeben, 1997 soll der Zuwachs rund 35 % betragen haben und dieser Trend wurde seither mit erhöhter Geschwindigkeit fortgesetzt. Diesen Firmen wird dabei eine Kosteneinsparung von durchschnittlich 9 % bei gleichzeitiger Kapazitäts- und Qualitätssteigerung von durchschnittlich 15 % bestätigt.

"Outsourcing" - ein Begriff also, an dem in der Zukunft kein Weg vorbeiführt? Ein "Muß", das auch für Genossenschaften gilt, oder handelt es sich dabei wieder einmal nur um einen englischen Ausdruck für eine Arbeitsweise, die in der verbundmäßigen Zusammenarbeit von Genossenschaften schon längst gelebt wird? Die Referenten dieser Tagung gaben auf diese Fragen beeindruckende Antworten. Dr. Peter Leimgruber führte in seinem Referat durch einen allgemein gehaltenen Überblick in die Vielfältigkeit dieser Themenstellung ein. Direktor Mag. Bernd Spohn konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf die Darstellung der Anwendungsbereiche im genossenschaftlichen Waren- und Dienstleistungssektor, während sich Direktor Hans Josef Heuter mit dieser Themenstellung aus der Sicht von Kreditgenossenschaften auseinandersetzte.

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