Das Internationale Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum veranstaltet am Freitag, den 10. November 2017 im Hotel Hilton in Innsbruck die 21. IGA-Tagung. Thema: "Brauchen wir noch Genossenschaften?"  mehr

1997: "Die optimale Betriebsgröße bei Genossenschaften"

Bei seiner 2. Genossenschaftstagung im November 1997 hat sich das Internationale Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum mit der Frage auseinandergesetzt, ob es eine optimale Betriebsgröße gibt. In Zeiten, die von größer werdenden Märkten, immer häufiger anzutreffenden Strukturbereinigungen und zahlreichen Zusammenschlüssen gekennzeichnet sind, kommt dieser Fragestellung erneut eine besondere Aktualität zu. Die Frage nach einer optimalen Betriebsgröße ist zwar ein Thema, das alle Marktteilnehmer betrifft, hat aber bei Genossenschaften infolge der institutionalisierten Zusammenarbeit im Verbund eine interessante zusätzliche Facette.

Nach seiner grundsätzlichen Einführung hat Univ.-Prof. Dr. Hans Lexa die Komplexität dieser Themenstellung dargelegt und aufgezeigt, daß eine Reihe von unterschiedlichsten Faktoren die Betriebsgrößenoptimierung beeinflussen. Verbandpräsident Prof. Dr. Willibald Folz hat dann am Beispiel der genossenschaftlichen Kreditinstitute aufgezeigt, in welchem Wechselspiel der Kräfte sich regional ausgerichtete Banken auf den Finanzmärkten derzeit behaupten müssen. Ein interessanter Einblick in die in den europäischen Ländern völlig unterschiedliche Entwicklung der Verarbeitungsbetriebe im Milchbereich , mit besonderer Berücksichtigung der genossenschaftlichen Unternehmen, konnte aus dem Beitrag von Prof. Dr. H. Weindlmaier gewonnenen werden. Abgerundet wurde das Tagungsthema durch den Beitrag von Univ.-Prof. Dipl.Kfm. Dr. Oswald Hahn, der sich intensiv mit den kleinen Genossenschaften auseinandersetzte und ihre Daseinsberechtigung unterstrich.

Wer sich von dieser Tagung eine eindeutige Antwort auf diese Fragestellung erwartete, wurde enttäuscht und mußte zur Kenntnis nehmen, daß es durch die mannigfaltigen Einflußfaktoren eine generelle allgemein gültige Lösung nicht gibt. Wer sich von dieser Tagung einen interessanten Einblick in aktuelle Strukturdebatten und Strukturentwicklungen erwartete, konnte mit einer Fülle von Informationen und teilweise neuen Erkenntnissen den Heimweg antreten.

Mit diesem dritten Band der "Genossenschaftlichen Schriftenreihe" sollen diese Beiträge für weitere Diskussionen zur Verfügung stehen. Wir danken den Vortragenden für Ihre Bereitschaft, ihre Referate in dieser Broschüre abdrucken zu lassen.

    © Internationales Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum  Impressum